Wo segeln wir hin ?

Na sind wir froh, daß die Pingis sich schon einlesen ! Wenigstens zwei von uns vier ;-)

Nein, Wolfgang und ich kennen die Gegend schon recht gut.


Einer unserer ersten gemeinsamen Segeltouren mit einem befreundeten Segler fing so an:

wo fahren wir hin?

nach dort und dort (ich glaube, wir waren damals in Korfu unterwegs)

der Skipper nahm seine Zigarettenschachtel und schlug die Distanz mit dem Packerl ab

wir ganz verdutzt

er: naja, das Packerl mißt an seiner langen Seite genau 5 Seemeilen


Ungefähr so können auch unsere Gäste jetzt die Augenbrauen zusammen ziehen, wenn wir einfach auf einen kroatischen Steinehaufen (sprich kleine Insel aus Steinen, die wahrscheinlich Poseidon im Rausch hingeschmissen hat) zufahren. Wir wissen, daß es eine Durchfahrt gibt ;-)


Aber zur Zeit von digitalen Möglichkeiten klicken wir das iPad in die Halterung am Steuerstand, setzen den Kurs und ab gehts. Trotzdem: das GPS macht oft was es will: wenn wir dann zu Hause den Tracker anschauen ergibt sich manchmal ein Linie über Land.


Deswegen sind schriftliche Quellen oder Satellitenbilder unerlässlich. Vor allem wenn wir in eine neue Bucht einlaufen.

Da doch viele Segler in Kroatien unterwegs sind ist alles sehr gut dokumentiert. Somit liegt die Kunst eher bei:

wo finde ich noch ruhige und nicht so überlaufene Buchten ?


Unser Trick, denn einsame Buchten gibt es zur Hauptsaison nicht!!, gegen 15:00/15:30h in eine Mooringbucht einlaufen und die erste Boje nehmen, die am weitesten von der Innenseite der Bucht weg liegt. Am Abend gibt es dann ablandigen Wind, dh. das Schiff dreht sich in den Wind, wobei das Heck, bzw unser Balkon raus aufs (kroatische) offene Meer dreht: kein Mensch vor uns, fußfrei und eine herrliche Aussicht.


Moorings - das sind übrigens Bojen, die in Buchten mit Betonblöcken am Grund verankert sind. Dort kann man sich gegen einen Obolus "anhängen". Zum Ankern ist es leider mit so einem großen Boot schwer. Es braucht einen großen Radius wenn der Wind dreht in der Nacht. Man muß den Anker sehr fest in den Boden fahren, das ist mit so vielen Booten in einer Bucht nicht möglich. Und zahlen müßte man so und so. Somit ist diese Mooringboje eine sehr gute Alternative.


Es gibt eine eigene Website die Mooringfelder anzeigt, inklusive Preisen und Infos zu Müllabfuhr, Bäckerbooten etc. Sehr praktisch!


Abgesehen vom Buchteln wollen wir unseren Gästen natürlich auch die zuckersüßen Ortschafteln der dalmatinischen Küste zeigen. Sibenik, Zlarin, Vis, Komiza etc.


Sie alle bieten Anlegeplätze direkt in der Altstadt, am Stadthafen an. Wozu brauchen wir eine Marina ? Wasser brauchen wir nicht nachfüllen (machen es aber wenn es möglich ist, just to be safe), Diesel schon gar nicht. Und Strom gibt es auch in den Stadthäfen.


Dafür liegen wir mit unserem Balkon direkt am Treiben: Touristengruppen, Hochzeitsumzüge, Kinder, fragende Einheimische. Und das Wichtigste: man braucht nicht mit Taxi oder Bus in die Altstadt fahren, alles vor der Haustür. Und die Kosten sind erschwinglicher als in den, leider überteuerten Marinas.







Das ist unser Segelgebiet. So kommen wir in einer Woche schon recht weit. Natürlich könnten wir noch weiter in den Süden fahren, aber wir wollen ja auch gemütlich ausschlafen, frühstücken und Badestopps einlegen :-)

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